
Die meisten Tage sind die beiden jetzt von 10:30 bis 12:30 Uhr, und dann wieder von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Betreuungszeit. Zu den anderen Tageszeiten gibt es dann oft Familienprogramm, wie das Basteln zu Halloween oder eben den Chor. Außerdem kann man in der Zwischenzeit die Räumlichkeiten des Kids Clubs nutzen und dort spielen basteln. Der Vorteil dieser langen Reise ist natürlich, dass sich die Betreuer und die Kinder voll aufeinander einstellen können. So kennen alle die Kinder beim Namen und die zugehörigen Eltern natürlich auch. Man merkt außerdem, dass alle Betreuer ausgebildete Erzieher sind, die machen die Arbeit mit den Kindern total super. Mancher Kindergarten könnte froh sein, so engagierte Mitarbeiter zu haben. Gerade Theo würde mit Sicherheit auch nicht dort hingehen, wenn er sich nicht wohl fühlen würde. Auch wenn man sich zufällig auf dem Schiff trifft, und die Betreuer eigentlich frei haben, kommen sie immer vorbei und fragen ob alles gut ist, und hören sich die Erzählungen der Kinder an.
Das gilt aber eigentlich für alle Angestellte hier auf dem Schiff. Das Gefühl der Reise ist ein ganz anderes, als bei den ‚normalen‘ Kreuzfahrten. Irgendwie kennt man sich eben irgendwann 😅 So ist man dann nicht mehr nur eine Kabinennummer, sondern wird beim Gang über das Schiff mit Namen gegrüßt. Auch der Kapitän lässt sich regelmäßig im Gästebereich blicken - das ist sonst ja auch eher nicht (mehr) üblich. Nun aber genug mit den Lobeshymnen auf Aida. Nachdem wir uns die Zeit ohne Kinder mit anderen Pärchen bei diversen Runden UNO vertrieben haben (bei denen der Verfasser dieses Beitrags keinen einzigen Sieg erringen konnte), ist es langsam Zeit für das Highlight des Tages. Beim Abendessen müssen wir uns dann irgendwann beeilen, denn die Kinder müssen pünktlich um 19:00 Uhr abgegeben werden, sie brauchen schließlich noch Kostüme. Während ich die Kinder abgebe, sichert uns Jule schon die erste Reihe im Theater. Um 19:30 beginnt dann die Prime Time, die allabendliche Show über dies und das. Heute sind unsere Kinder dann ein Teil der Show. Das ganze untere Deck des Theaters besteht aus wartenden Eltern. Ein bisschen schade für unseren Lektor, der am Anfang der Show noch durchaus amüsante Geschichten von seinen Reisen erzählt. Irgendwann ist es dann aber Zeit - gefühlt alle Kinder die mitreisen betreten die Bühne und führen den einstudierten Tanz vor - zum ersten Mal auch unser Theo, der ohne Frage der jüngste Teilnehmer ist.





Im Anschluss beeilen wir uns, unsere beiden Show-Stars abzuholen. Theo erzählt uns ganz stolz, dass er im Theater aufgetreten ist. Er hat uns also offensichtlich nicht winken sehen. Heute Nacht wird es im Schiff dann ein mal laut rumpeln, wir fahren über den Äquator. Wir wurden ja aber bereits ganz vorbildlich von Neptun getauft, also kann ja nichts schief gehen..