Endlich sind wir mal wieder an Land. Nach 2 langen Seetagen erreichen wir heute Akureyri. Hier haben wir wieder einen Ausflug gebucht. Leider gab es diesen Ausflug nur noch mit Mittagessen.
Das Wetter geht so.
Morgens gehen wir also noch schnell Frühstücken, und dann geht es auch schon los. Wir werden alle in Busse verladen. Unser Reiseleiter ist ein echter Isländer der aber ganz gut Deutsch spricht. Schnell wird deutlich das er sehr um unser Wohl bedacht ist, in jedem zweiten Satz weißt er uns darauf hin, dass wir vorsichtig sein sollen.
Unser erster Stopp nach einer kurzen Fahrt ist ein Wasserfall. (Der Name ist mir entfallen)
-- Bilder vom Wasserfall --
Nach dem wir hier einige Minuten Zeit hatten, nehmen wir wieder Platz im Bus und fahren durch Islands Landschaft durch viele Täler, über viele Berge. Langsam fängt es jetzt auch zu regnen, was natürlich weniger schön ist. Unser nächster stop ist dann ein Thermalgebiet mit vielen brodelnden Schlammlöchern und rauchenden Steinhaufen. Das ganze erinnert sehr an Rotorua. Natürlich auch der Geruch. Schrecklich. Anders als in Neuseeland ist das hier aber nicht sehr Touristisch ausgebaut, so dass man durch den (jetzt ja) nassen Schlamm stiefelt, der sich wunderbar an den Schuhen festsetzt. Durch seine lehmige Konsistenz ist das natürlich doppelt schön. Auch unser Busfahrer freut sich darüber ganz besonders.
-- Bilder Thermalgebiet --
Weiter geht's.
Jetzt fahren wir an einen Ort der von Lava geformt wurde. Eine ganze Stadt ist hier einfach verschüttet worden von einem Vulkan. Es wirkt ein wenig als würde man durch einen Canyon laufen, nur alles in verschiedenen schwarz tönen. Trotzdem ist es erstaunlich grün, viele Pflanzen wachsen auf dem Lavastein. Unser Reiseleiter, Peter, führt uns hier ein wenig umher.
-- Bilder Lavagebiet --
Los geht's. Die meisten im Bus sind schon ganz aufgeregt, weil es jetzt zu dem Restaurant geht, in dem wir unser Mittagessen bekommen sollen. Als wir das so genannte Restaurant sehen, wird uns schon ganz anders. Die Bruchbude sieht eher aus wie ein Gartenschuppen, aber nicht wie etwas in dem man essen kann. Tatsächlich ist es auch gar kein Lokal, sondern eine Art Stadthalle, für den kleinen Ort (vielleicht 50 Bewohner). Hier reicht man uns dann eine Tomatensuppe, von der ich fest der Meinung bin, dass sie aus der Tüte kommt. Als Kenner hab ich den Geschmack natürlich sofort erkannt. ;) Der Hauptgang ist dann ein komisch aussehender Fisch mit trockenen Kartoffeln. Ganz was feines. Aber es gibt ja auf dem Schiff später noch genug zu Essen.
Dann besichtigen wir noch einige Scheinkrater, die sich auf der gegenüberliegenden Seite des Speisesaals befinden.
-- Bilder Scheinkrater --
Das war dann auch die letzte offizielle Station des Ausflugs. Da es in Island anscheinend nicht sehr viele Straßen gibt, fahren wir den selben Weg zum Schiff zurück. Das dauert ca 90 Minuten. Am Ende macht Peter dann noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Akureyri, bevor er uns dann voller Freude mitteilt das unser Schiff noch da ist. Den Witz macht er wahrscheinlich mit jeder Gruppe. Knaller.
Alles in allem ist Island schon nicht hässlich von der Natur her. Trotzdem wirkt alles wie eine abgeschwächte Version von Neuseeland. Das doofe ist wohl, dass wenn man einmal Neuseeland gesehen hat, dass man dann alles immer vergleicht, wobei die meisten Länder ja keine Chance haben. Trotzdem lohnt es sich unser Meinung nach mal nach Island zu fliegen und hier eine Tour mit einem Wohnmobil zu machen.